Workshop „Jung + Alt gemeinsam engagiert – wie gelingt das?“

Während ein Ehrenamt im Verein früher häufig von Generation zu Generation vererbt wurde, gefährdet unsere gewachsene Mobilität den Nachwuchs in den Vereinen. Nur wenn die Kommunikation zwischen den Generationen klappt, ist es möglich, dennoch neue Mitstreiter zu gewinnen und einen Verein lebendig zu halten. Wie dieses Miteinander funktionieren kann, hat Trainerin Ursula Erb vergangenen Dienstag erklärt.

Eine kurze Vorstellungsrunde der Teilnehmer zeigte die Vielfalt der Bereiche, in denen das Miteinander der Generationen von Relevanz ist. Neben den Vorsitzenden verschiedenster Vereine waren auch Projektleiter und Seniorenbeauftragte anwesend, die den Austausch mit der ortsansässigen Jugend intensivieren und die Digitalisierung optimieren möchten.

Zum Einstieg überraschteUrsula Erb mit einer Schätzfrage, die alle Anwesenden einstimmig falsch beantwortet hätten. Die meisten Ehrenamtlichen sind nicht, wie erwartet, im Bereich der Über-60-jährigen zu finden, sondern in der Altersgruppe der 30- bis 60-jährigen, gefolgt von den Unter-30-jährigen. Entscheidend sei aber bei der Betrachtung die Art des Engagements. Diese unterscheide sich in einigen entscheidenden Punkten.

Während junge Engagierte häufig punktuelles, kurzfristiges Engagement bevorzugen, bei dem sie themenorientiert etwas bewirken können, sei es vielen älteren Engagierten wichtiger, regelmäßig aktiv zu sein, ihr Wissen zu teilen und gebraucht zu werden. Diese Voraussetzungen gelte es zu berücksichtigen.

Nachdem Ursula Erb die grundlegenden Einflussfaktoren vorgestellt hatte, die die Bedürfnisse jeder Generation prägen und wie sich das Vereinsleben gewandelt hat, gab sie auch konkrete praktische Tipps. Wichtig sei es beispielsweise, die Kommunikation an die heutigen Standards anzupassen und auch auf digitalem Weg präsent zu sein. Auch eine spitze Hierarchie innerhalb des Vereins sei nicht mehr zeitgemäß, sondern eine transparente Struktur mit einer Aufteilung in verschiedene Abteilungen.

Gewinnbringend war auch der angeregte Austausch aller Anwesenden untereinander. Alle Teilnehmer bedankten sich für die hilfreichen Informationen und den neuen Blickwinkel. Wer mehr Details zu den Inhalten des Workshops erfahren möchte, kann sichgern bei uns melden!

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